Ein Tisch für 17 Ziele

Wiebke Brüssel

Mai 2019

 

Auch in diesem Monat lässt mich das Thema „Nachhaltigkeit“ nicht los. Es gibt ein neues, richtig gutes Angebot für alle Unternehmen, die in dieser Richtung aktiv werden möchten, aber bisher noch nicht wussten wie: den Tisch 17.

Die Zahl 17 kommt nicht von ungefähr. 17 Ziele mit 169 Unterzielen für nachhaltige Entwicklung wurden 2016 von den Vereinten Nationen vereinbart: die Sustainable Development Goals, kurz SDGs. Man könnte meinen, das sei viel zu viel. Aber positiv betrachtet sind es 169 Chancen, etwas für die Welt zu tun, und niemand kann oder muss allen Zielen und Unterzielen gleichermaßen gerecht werden. Bei 17 Zielen und 169 Unterzielen ist wirklich für jedes Unternehmen in jeder Branche etwas dabei, um das eigene Arbeiten nachhaltiger zu machen.

 

Bei allem notwendigen ökonomischen Denken: Es gibt Schäden an unserem Planeten, die wir ab einem gewissen Punkt mit Geld nicht mehr heilen können. Hier kommt die persönliche Verantwortung jedes Einzelnen ins Spiel, als Mensch und besonders auch als Unternehmerin oder Unternehmer.

 

Außerdem ist „Nachhaltigkeit“ ein nicht zu unterschätzender Marketing-Faktor. Werfen wir zum Beispiel einen Blick auf die Veränderungen in unserem jeweiligen Einkaufs-Umfeld. Wer hätte vor Jahren gedacht, dass ein Discounter ein immer größer werdendes Sortiment an Bio-Artikeln anbietet oder von sich aus Plastiktütchen für Obst und Gemüse durch Mehrweg-Beutel ersetzen würde? Hätte uns vor Jahren jemand erzählt, dass ein fleischverarbeitendes Unternehmen irgendwann ein Drittel seines Umsatzes mit vegetarischen Produkten verdienen würde – wir hätten vermutlich mild gelächelt. Doch inzwischen wächst der Druck auf Unternehmen, nachzuweisen, dass ihre Arbeit den Planeten zumindest nicht schädigt. Es ist also höchste Zeit, sich strategisch und operativ mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Wir vom Strategiebüro Nord tun das auch und haben festgestellt, dass wir bereits einige der SDGs mit unserer Arbeit aufgreifen. Jetzt ist es an Ihnen - und „Tisch 17“ wäre ein guter Einstieg.

 

Das Angebot kommt von RENN.nord Bremen und umfasst die Moderation eines Workshops zu SDG-Zielen – egal, ob Unternehmen

  • mit ihren Teams erst einmal in das Thema einsteigen wollen oder

  • schon konkrete SDGs haben, an denen sie arbeiten möchten.

Wir durften gemeinsam mit einigen anderen an einem ersten, zweistündigen Workshop teilnehmen. Das Übungsthema war „Plastikmüllvermeidung im Unternehmen“. Der Clou des Ganzen: In kleinen Gruppen beleuchteten wir das Thema – und das aus ganz unterschiedlicher Perspektiven. Wir konnten eine vertraute Perspektive wählen oder auch mal unsere „Komfortzone“ verlassen. Ein eher emotionaler Mensch durfte beispielsweise aus einer sachlicheren Perspektive argumentieren, ein Sachlicher mal kreativ sein. So entstanden in kurzer Zeit interessante Ergebnisse. Wären wir keine Testgruppe, sondern ein Unternehmensteam gewesen, würden wir jetzt sicher schon erfolgreich an unserer Müllvermeidungs-Strategie weiterarbeiten.

 

Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, doch es lohnt sich und ist zudem auch noch kostenlos. Die Unternehmen investieren lediglich ihre Zeit; die Moderation übernimmt RENN.nord Bremen. Branche und Unternehmensgröße spielen keine Rolle. Das Workshop-Team selbst sollte allerdings nicht zu groß sein. Wer selbst Workshops moderiert, weiß, dass es in überschaubar großen Teams viel leichter ist, in absehbarer Zeit Ergebnisse zu produzieren. Wie wäre es mit einem 17-köpfigen Team?

 

Wer jetzt gleich loslegen will, kann sich bei RENN.nord direkt an Frau Desirée Diering wenden. Kontaktdaten und mehr Informationen gibt es hier: https://www.umwelt-unternehmen.bremen.de/themen/corporate_social_responsibility/gut_zu_wissen/2019_05_02_tisch17__unternehmen_im_gespraech-18348.

 

Egal ob über unser Konsumverhalten oder in unserer Verantwortung im Unternehmen – wir alle können etwas zu den SDGs beitragen. Wer (noch) denkt, dass der eigene Beitrag viel zu klein wäre und sich der Aufwand deshalb nicht lohnt, dem gebe ich gerne ein Zitat des Dalai Lama mit auf den Weg: „Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“

 

Mehr zu den SDGs und anderen Nachhaltigkeitsthemen finden sich bei den Denkanstößen auf unserer Website (auch im Archiv für das Jahr 2018) und im Archiv der Exxtra Seiten.

 

Viel Spaß am Tisch 17.

 

Über die Autorin:

 

Wiebke Brüssel ist Diplom-Betriebswirtin. Seit 2013 ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin des Strategiebüro Nord.

 

Wir arbeiten für Unternehmen und Organisationen im privaten und öffentlichen Bereich.

Unsere Leistungen sind vielfältig und umfassen strategische Masterpläne oder die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen, aber auch Projektplanung und -begleitung oder die Zusammenstellung von Konzepten. Wir kümmern uns auch um individuelle Fragestellungen wie zum Beispiel die Verbesserung der internen Kommunikation.

 

Dabei legen wir großen Wert auf Transparenz und erarbeiten vieles in Workshops. Die Ergebnisse stellen wir in einer ansprechenden Dokumentation für Entscheider, Unterstützer und Geldgeber zusammen.

 

Auch Gründer und Firmen, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, sind bei uns gut aufgehoben: Wir kennen uns aus mit Businessplänen, Geschäftsstrukturen und Organisation. Auch das Thema „Förderung“ sprechen wir aktiv an.

 

Wenn es um „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ geht, finden wir gemeinsam genau die Maßnahmen, die in Unternehmen oder Organisation den größten Nutzen bringen. So sorgen wir für Sicherheit bei Entscheidungen und Investitionen.

 

Wir sind Mitglied des Digitalisierungs-Beraterpools der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

 

Kontakt:

 

Strategiebüro Nord GbR
Tel. 0421 – 69 20 99 68

bruessel@strategiebuero-nord.de
www.strategiebuero-nord.de


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Dieser Beitrag erschien im Mai 2019 auf den Exxtra Seiten Bremen
(
www.exxtraseiten.de).

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