Wer seine Stärken (er)kennt und nutzt, hat strategische Vorteile

Wiebke Brüssel

August 2016

 

Immer wieder können Sie in Medien wie der Wirtschaftwoche Inspirationen für erfolgreiche Strategien finden. Hier ist eine solche Erfolgsgeschichte.

 

Nakul Sharma, Londoner indischer Abstammung, arbeitete nach dem Studium für eine Hotelkette. Als Mitarbeiter im Strategieteam bekam er den Auftrag, zu untersuchen, wie die Hotels auf Wettbewerber wie Airbnb reagieren könnten. Sein Vorschlag war, selbst in das Geschäft einzusteigen. Immerhin verfügen Hotels über alle notwendigen Kenntnisse, um Leistungen rund um die Unterbringung von Gästen zu erbringen. Das Management der Hotelkette lehnte ab. Es gab viele vermeintliche Gründe, warum diese Idee nicht umsetzbar wäre.

 

Sharma beschloss daraufhin, sich mit der Idee selbständig zu machen. Der Rest ist Erfolgsgeschichte. Inzwischen liefert sein Unternehmen „Hostmaker“ alle Dienstleistungen für die Anbieter auf Airbnb. Hostmaker bereitet Wohnungen auf die Fremdvermietung vor, sorgt auf Wunsch für einen Begrüßungsservice der Gäste und liefert alle Dienstleistungen, damit sich die Besucher in der Wohnung wohl fühlen. Auf Wunsch berät das Unternehmen die Vermieter sogar bei der Einrichtung ihrer Wohnung.

 

Was lässt sich aus diesem Beispiel ableiten? Nakul Sharma’s Erfolg zeigt, wie wichtig eine gute Strategie ist.

 

Erstens: Er hat die Umfeldfaktoren analysiert. Eine davon – bezogen auf seine Branche – ist Airbnb. Obwohl die Kernleistung – Wohnraum für Gäste anzubieten – der eines Hotels entspricht, geht Airbnb dennoch ganz anders an diese Aufgabe heran. Damit ist Airbnb ein disruptiver Wettbewerber für das Hotelgewerbe.

 

Zweitens: Er hat in dieser Situation nicht nur eine Bedrohung, sondern auch eine Chance gesehen.

 

Drittens: Er hat seine eigenen strategischen Kompetenzen eingebracht. Durch seine Erfahrungen im Hotelgewerbe kannte er die Anforderungen an einen guten Gastgeber. Er hat erkannt, dass Airbnb zwar die Vermittlung von Gästewohnungen übernimmt, nicht aber die wichtigen Zusatzleistungen, die einen Aufenthalt fern von Zuhause angenehm machen.

Viertens und besonders wichtig: Er hat seine Strategie umgesetzt und ist drangeblieben. Viele gute Pläne werden nicht zu Ende gedacht und enden dann in einer Schublade. Hier war es anders.

 

Mehr kann eine gute Strategie nicht leisten.

 

Über die Autorin:

 

Wiebke Brüssel ist Diplom-Betriebswirtin. Seit 2013 ist sie Geschäftsführende Gesellschafterin des Strategiebüro Nord.

 

Wir arbeiten für Unternehmen und Organisationen im privaten und öffentlichen Bereich.

 

Unsere Leistungen sind vielfältig und umfassen strategische Masterpläne oder die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen, aber auch Projektplanung und -begleitung oder die Zusammenstellung von Konzepten. Wir kümmern uns auch um individuelle Fragestellungen wie zum Beispiel die Verbesserung der internen Kommunikation.

 

Dabei legen wir großen Wert auf Transparenz und erarbeiten vieles in Workshops. Die Ergebnisse stellen wir in einer ansprechenden Dokumentation für Entscheider, Unterstützer und Geldgeber zusammen.

 

Auch Gründer und Firmen, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, sind bei uns gut aufgehoben: Wir kennen uns aus mit Businessplänen, Geschäftsstrukturen und Organisation. Auch das Thema „Förderung“ sprechen wir aktiv an.

 

Wenn es um „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ geht, finden wir gemeinsam genau die Maßnahmen, die in Unternehmen oder Organisation den größten Nutzen bringen. So sorgen wir für Sicherheit bei Entscheidungen und Investitionen.

 

Wir sind Mitglied des Digitalisierungs-Beraterpools der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

 

Kontakt:

 

Strategiebüro Nord GbR
Tel. 0421 – 69 20 99 68

bruessel@strategiebuero-nord.de
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Twitter: @StrategieNord

Dieser Beitrag erschien im August 2016 auf den Exxtra Seiten Bremen
(
www.exxtraseiten.de).

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