Zinsen rauf!

Heiko H. Stutzke

April 2016

 

Die Maßnahmen der EZB verpuffen wirkungslos – jetzt ist Psychologie gefragt!

 

Seitdem die EZB am 7. Juli 2011 den Leitzins zum letzten Mal um 0,25 % auf 1,50 % angehoben hatte, hat ein stetiger Verfall stattgefunden, der sich nun zunehmend negativ auswirkt: Auf Versicherungen und Bausparkassen, ganz besonders aber auf jeden Sparer, dem eine wesentliche Grundlage zum Beispiel für seine Altersvorsorge entzogen wird.

 

Inzwischen hat sich gezeigt, dass es einfach nicht funktioniert hat, die Investitionstätigkeit in Europa durch die Bereitstellung beliebiger Mengen billigen oder sogar kostenlosen Geldes anzukurbeln. Wirtschaftswachstum und Inflation verharren auf niedrigem Niveau, aber vom Schreckensszenario einer katastrophalen Deflationsspirale ist ebenfalls nichts zu bemerken.

 

Es stellt sich allerdings die Frage, warum heute auf Kredit investiert werden sollte, wenn morgen das Geld noch billiger wird? Das ist auch eine Art von Deflation.

 

Was also ist zu tun? Die Antwort kann ganz simpel sein: Zinsen anheben. Jetzt. Oder als „Minimallösung“ einen Zeitplan über vorgesehene Zinsanhebungen in den kommenden zwei Jahren verkünden.

 

Die Überlegung dahinter ist ebenso einfach: Mit einer Zinsanhebung in Europa wäre ein starkes psychologisches Signal verbunden, dass die Zeit extrem billigen Geldes zu Ende geht. Also lieber jetzt investieren als später, wenn es wieder teuer ist. Oder - im Falle der notleidenden Staaten - notwendige Restrukturierungen verstärkt umsetzen.

 

Das kann natürlich nur funktionieren, wenn die Politik sich dazu durchringt, wirkungslose Instrumente abzuschaffen. Verbunden damit wäre aber auch, die Kontrolle über unsere Geldpolitik zurückzugewinnen.

 

Zum Autor:

 

Dr. Heiko H. Stutzke ist Diplom-Ökonom und seit 2013 Geschäftsführender Gesellschafter des Strategiebüro Nord.

 

Wir arbeiten für Unternehmen und Organisationen im privaten und öffentlichen Bereich.

 

Unsere Leistungen sind vielfältig und umfassen strategische Masterpläne oder die Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen, aber auch Projektplanung und -begleitung oder die Zusammenstellung von Konzepten. Wir kümmern uns auch um individuelle Fragestellungen wie zum Beispiel die Verbesserung der internen Kommunikation.

 

Dabei legen wir großen Wert auf Transparenz und erarbeiten vieles in Workshops. Die Ergebnisse stellen wir in einer ansprechenden Dokumentation für Entscheider, Unterstützer und Geldgeber zusammen.

 

Auch Gründer und Firmen, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen, sind bei uns gut aufgehoben: Wir kennen uns aus mit Businessplänen, Geschäftsstrukturen und Organisation. Auch das Thema „Förderung“ sprechen wir aktiv an.

 

Wenn es um „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ geht, finden wir gemeinsam genau die Maßnahmen, die in Unternehmen oder Organisation den größten Nutzen bringen. So sorgen wir für Sicherheit bei Entscheidungen und Investitionen.

 

Wir sind Mitglied des Digitalisierungs-Beraterpools der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH.

 

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